What3words, das einfachste globale Adressierungssystem nun auch in Locus

Michal, Locus team

Stellen Sie sich vor das jeder Ort auf der Erde eine eindeutige, einfach gestaltete Adresse hat – jede verfallene Hütte in einer Wüste oder auch eine einsame Jurte in der Mongolischen Steppe. Und ja, das ist in zivilisierten Ländern natürlich längst der Fall – hier gibt es Straßennamen, Hausnummern in bezeichneten Städten und Dörfern. Nur was ist den restlichen 4 Milliarden Menschen die keine Adressen haben? Mit der immer weiter anwachsenden Bevölkerung und dem steigenden Bedarf immer mehr Menschen und Güter von einem Ort zum anderen zu transportieren wird langsam sogar unser „zivilisiertes“ Adressystem ineffizient. Nun kann man einwenden das jeder Ort auf der Erde ohnehin über seine Koordinaten, also Längengrad und Breitengrad, definiert ist. Natürlich ist dies der Fall, nur bitte, wer kann sich diese Koordinaten auch merken? Wer kann zB einem Taxifahrer diese Koordinaten am Telefon vermitteln?

Eine elegante Lösung für dieses Problem bietet what3words. Dies ist ein neues, ambitioniertes Projekt eines Startups aus London das mit allen Ungereimtheiten bisheriger Lösungen aufräumt – gegründet vom ehemaligen Musikmanager (!!) Chris Sheldrick. In seinem ehemaligen Job wurde er laufend mit Subunternehmern konfrontiert die den Lieferanteneingang der Konzerthallen nicht fanden, mit Musikern die zu spät zum Auftritt kamen weil sie sich auf dem Weg vom Hotel zum Veranstaltungsort verirrten, etc.. Mit GPS ließ sich das Problem auch nicht lösen, dies war für viele Leute einfach zu kompliziert und zu technisch, außerdem lässt der GPS-Empfang in Städten mir hohen Gebäuden oft zu wünschen übrig und ist hier schlicht zu ungenau.

Und so entstand die Idee zu what3words, realisiert im Jahre 2013 in Zusammenarbeit mit den anderen Gründungsmitgliedern des what3words Teams – dem genialen Mathematiker
Mohan Ganesalingam und dem Linguisten und Quiz-Fan Jack Waley-Cohen.

Einen kleinen Einstieg in die Möglichkeiten die what3words bietet finden sie hier im folgenden Video:

Wie bei den meisten genialen Ideen so ist auch das Prinzip von what3words ganz simpel – die ganze Erde wird in Quadrate von 3×3 Metern eingeteilt. Jedes dieser Quadrate wird erhält einen Namen aus drei Wörtern. Das alles in verschiedenen Sprachen deren Anzahl immer weiter wächst. Und das war es auch schon !!
Zumindest aus Sicht des Anwenders.

Dies alles funktioniert rein offline, die Datenbank hiezu ist nur rund 10MB groß. Es sind weder Satelliten noch eine Inernetverbindung notwendig. Alles was Sie brauchen ist eine APP die diese 3-Wort Adressen auf der Karte findet – bzw. einem Ort die entsprechende 3-Wort Adresse aus der Datenbank zuweisen kann. Locus ist seit neuesten fähig dies zu bewerkstelligen!

Wie findet und teilt man eine what3words Adresse?

1) Tippen Sie auf ein POI bzw. verschieben Sie den Kartencursor an einen Ort von dem Sie die what3words Adresse ermitteln wollen. ZB. diesen Picknick-Platz:

2) Tippen sie auf Teilen (In der Grundeinstellung finden sie dies im Menü > weitere Funktionen, diese Schaltfläche kann auch direkt der Funktionsleiste hinzugefügt werden.)

3) Wählen Sie what3words

Nun teilen sie diese Adresse mit den Diensten die auf Ihren Smartphone oder Tablett zur Verfügung stehen.

Wie findet man einen Ort anhand seiner what3words Adresse?

1) Tippen Sie auf Suchen (In der Grundeinstellung von Locus finden sie diese in der oberen Leiste oder im Hauptmenü)

2) Wählen Sie what3words aus den Suchmethoden („M“-Icon rechtes oben) – das nächste Mal ist dies dann voreingestellt.

3) Geben sie die what3words Adresse ein und tippen Sie auf die Schaltfläche mit der Lupe

Der der Adresse zugeordnete Ort erscheint auf der Karte.

Diese Funktion ist für alle Orte der Erde anwendbar, wo immer Sie auch sind – ohne Internet. Einfacher geht es nicht! Selbstverständlich bietet Locus noch viele weitere Optionen – Sie können auch die what3words Adressen Ihrer eigenen Punkte teilen wie auch die Startpunkte Ihrer Routen, POIs, Geocaches, usw.

Die what3words Adressen können nicht nur in Locus dargestellt werden sondern auch auf der what3words Web-Karte oder in der what3words App. Weitere Apps werden mit Sicherheit folgen. Leider wird dieses Projekt derzeit noch nicht von den großen Kartenservern wie Google Maps oder Bing unterstützt.

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